Warum eine gute Unternehmenswebsite heute mehr können muss als nur gut aussehen

Warum eine gute Unternehmenswebsite heute mehr können muss als nur gut aussehen

Eine moderne Unternehmenswebsite hat eine deutlich größere Aufgabe als noch vor einigen Jahren. Sie soll nicht nur Informationen bereitstellen und optisch ansprechend wirken, sondern Besucher schnell zum richtigen Inhalt führen, auf Smartphones problemlos funktionieren und möglichst ohne lange Ladezeiten verfügbar sein. Gerade für kleine Unternehmen, Selbstständige und lokale Dienstleister wird die eigene Website damit zu einem wichtigen Bestandteil der Kundengewinnung.

Dafür muss jedoch nicht zwangsläufig ein riesiges Webprojekt entstehen. Häufig ist eine übersichtlich aufgebaute Seite, die Leistungen, Unternehmen und Kontaktmöglichkeiten verständlich präsentiert, die bessere Lösung. Wer nicht selbst gestalten und programmieren möchte, kann beispielsweise eine responsive Website erstellen lassen und sich auf einen bewusst kompakten Aufbau konzentrieren. Entscheidend ist weniger die Anzahl der Unterseiten als die Frage, ob Besucher schnell verstehen, welches Angebot sie vorfinden und wie sie den Anbieter erreichen.

Der erste Eindruck entsteht innerhalb weniger Augenblicke

Wer eine Website besucht, möchte selten lange nach grundlegenden Informationen suchen. Ein Interessent möchte beispielsweise unmittelbar erkennen, welche Dienstleistung angeboten wird, für welche Zielgruppe sie gedacht ist und wie eine Kontaktaufnahme möglich ist.

Deshalb sollte der sichtbare Bereich einer Startseite bereits eine klare Orientierung geben. Eine präzise Überschrift, ein kurzer erklärender Text und eine gut erkennbare Kontaktmöglichkeit sind häufig wirkungsvoller als großflächige Animationen oder lange Einleitungen.

Auch die Gestaltung selbst sollte das Angebot unterstützen. Farben, Schriften, Bilder und Abstände sorgen im Idealfall dafür, dass Inhalte leichter erfasst werden können. Gutes Webdesign lenkt die Aufmerksamkeit, ohne dass der Besucher die Gestaltung bewusst wahrnehmen muss.

Mobile Darstellung ist längst keine Zusatzfunktion mehr

Eine Website ausschließlich am großen Desktop-Monitor zu planen, entspricht nicht mehr dem tatsächlichen Nutzungsverhalten vieler Besucher. Smartphones begleiten Menschen durch fast den gesamten Alltag. Gesucht wird unterwegs, während einer Zugfahrt, auf dem Sofa oder direkt vor einem Geschäft.

Responsive Webdesign sorgt dafür, dass sich eine Website automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst. Dabei reicht es nicht aus, Desktop-Inhalte lediglich kleiner darzustellen. Navigation, Schaltflächen, Bilder und Textbreiten müssen auf kleinen Displays weiterhin angenehm nutzbar bleiben.

Bereich Desktop Smartphone
Navigation Mehrere Menüpunkte nebeneinander möglich Kurze, übersichtliche Navigation sinnvoll
Texte Mehr Platz für mehrere Spalten Kurze Absätze und klare Gliederung wichtig
Buttons Bedienung mit Maus Ausreichend große Touch-Flächen notwendig
Bilder Große Darstellungen möglich Dateigröße und Ladezeit besonders beachten
Kontakt Formulare und Kontaktdaten Telefonnummer und Kontaktbutton direkt erreichbar

Eng verbunden damit ist die allgemeine Nutzerführung. Im OnBench-Beitrag über User Experience im Mittelstand wird deutlich, warum digitale Angebote aus Sicht ihrer tatsächlichen Nutzer gedacht werden sollten.

Eine kleine Website kann vollkommen ausreichen

Websites werden nicht automatisch besser, nur weil sie aus möglichst vielen Unterseiten bestehen. Für ein kleines Unternehmen, einen Handwerksbetrieb oder einen einzelnen Dienstleister kann bereits eine kompakte Website alle wichtigen Aufgaben erfüllen.

Ein sogenannter One-Pager bündelt die wesentlichen Inhalte auf einer zentralen Seite. Besucher scrollen durch einzelne Abschnitte, anstatt ständig zwischen verschiedenen Unterseiten zu wechseln. Typische Bereiche sind Vorstellung, Leistungen, Vorteile, Referenzen und Kontakt.

Ein solcher Aufbau eignet sich besonders dann, wenn das Angebot schnell erklärt werden kann. Hat ein Unternehmen dagegen zahlreiche unterschiedliche Leistungen, Standorte oder erklärungsbedürftige Produkte, ist eine klassische Seitenstruktur häufig sinnvoller.

Diese Inhalte sollten auf einer Unternehmenswebsite nicht fehlen

Unabhängig vom Umfang sollte eine Website einige grundlegende Fragen beantworten. Besucher sollten nicht erst mehrere Minuten recherchieren müssen, um herauszufinden, was ein Unternehmen eigentlich anbietet.

  • Klare Leistungsbeschreibung: Was wird angeboten und welches Problem wird damit gelöst?
  • Informationen zum Anbieter: Wer steckt hinter dem Unternehmen?
  • Kontaktmöglichkeiten: Wie können Interessenten schnell Kontakt aufnehmen?
  • Vertrauenssignale: Referenzen, Erfahrungen oder nachvollziehbare Informationen zum Unternehmen erleichtern die Entscheidung.
  • Rechtliche Seiten: Impressum und Datenschutzerklärung gehören zu einem professionellen Webauftritt dazu.
  • Klare Handlungsaufforderungen: Besucher sollten erkennen können, was der nächste sinnvolle Schritt ist.

Gerade der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Wer eine Website zur Kundengewinnung einsetzen möchte, sollte den Besucher nicht am Ende eines Textes alleinlassen. OnBench beschäftigt sich deshalb auch ausführlicher mit der Frage, wie eine Website zur Kundengewinnung eingesetzt werden kann.

Geschwindigkeit gehört zum Webdesign dazu

Ein aufwendiges Design bringt wenig, wenn Besucher zunächst mehrere Sekunden auf Bilder, Schriften und Skripte warten müssen. Deshalb sollten Gestaltung und technische Umsetzung nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

Große Bilddateien, unnötige Erweiterungen, externe Skripte oder schlecht programmierte Seitenelemente können einen eigentlich einfachen Internetauftritt unnötig ausbremsen. Besonders auf mobilen Geräten mit schwankender Datenverbindung wird eine schlanke technische Basis schnell zum Vorteil.

Hilfreich ist es deshalb, bereits beim Aufbau zu prüfen, welche Elemente tatsächlich benötigt werden. Nicht jede Animation, jedes Tracking-Skript oder jedes zusätzliche Plugin verbessert eine Website. Häufig sorgt gerade die Reduzierung auf die wichtigsten Bestandteile für einen angenehmeren Besuch.

Mehr zu diesem Thema findet sich auch im OnBench-Ratgeber über den Zusammenhang zwischen Website-Performance und Conversion-Rate.

Webdesign und Suchmaschinenoptimierung gehören zusammen

Eine Website kann hervorragend gestaltet sein und trotzdem nur wenige Besucher erreichen. Bereits beim Aufbau sollte deshalb berücksichtigt werden, wie Suchmaschinen Inhalte erfassen und einordnen können.

Dazu gehören verständliche Überschriften, sauber strukturierte Inhalte, aussagekräftige Seitentitel, kurze Ladezeiten und eine nachvollziehbare interne Verlinkung. Ebenso wichtig ist, dass jede wichtige Seite über normale Links erreichbar ist.

Auch Texte sollten nicht ausschließlich für Suchmaschinen geschrieben werden. Gute Inhalte beantworten konkrete Fragen und helfen einem potenziellen Kunden bei seiner Entscheidung. Suchmaschinenoptimierung beginnt deshalb nicht beim möglichst häufigen Einfügen eines Keywords, sondern bei einem verständlichen und gut aufgebauten Webangebot.

Welche technischen und inhaltlichen Probleme die Sichtbarkeit beeinträchtigen können, zeigt der Beitrag Warum Websites nicht in den Top-Rankings erscheinen.

Wann lohnt sich ein kompletter Relaunch?

Nicht jede ältere Website muss sofort vollständig ersetzt werden. Manchmal reichen technische und gestalterische Anpassungen aus. Ein kompletter Neuaufbau kann jedoch sinnvoll werden, wenn mehrere Probleme gleichzeitig auftreten.

Typische Anzeichen sind eine schlechte Darstellung auf Smartphones, sehr lange Ladezeiten, eine schwer verständliche Navigation oder ein System, das sich kaum noch aktualisieren lässt. Auch wenn sich das Unternehmen oder sein Angebot stark verändert hat, kann ein Neustart übersichtlicher sein als zahlreiche nachträgliche Anpassungen.

Vor einem Relaunch sollte allerdings geprüft werden, welche vorhandenen Inhalte bereits Besucher über Suchmaschinen erhalten. Erfolgreiche URLs sollten nicht einfach verschwinden. Werden Adressen verändert, sind passende Weiterleitungen wichtig, damit bestehende Rankings und externe Links möglichst erhalten bleiben.

Weniger Ablenkung, mehr Orientierung

Eine gute Unternehmenswebsite muss nicht mit technischen Spielereien beeindrucken. Für Besucher zählt vor allem, dass sie ihr Ziel erreichen. Das kann eine Anfrage, ein Telefonat, eine Terminvereinbarung oder zunächst nur das Verständnis einer angebotenen Dienstleistung sein.

Deshalb lohnt sich bei der Planung eine einfache Frage: Braucht der Besucher dieses Element wirklich? Wenn ein Abschnitt weder informiert noch Vertrauen schafft oder bei der nächsten Handlung hilft, kann häufig darauf verzichtet werden.

Gerade kleinere Unternehmensseiten profitieren von dieser Konzentration. Eine überschaubare Navigation, verständliche Sprache, kurze Ladezeiten und eine durchgehend gute mobile Darstellung können wirkungsvoller sein als ein technisch überladener Internetauftritt.

Fazit: Eine gute Website macht den nächsten Schritt leicht

Modernes Webdesign verbindet Gestaltung, Technik und Inhalte miteinander. Eine Website sollte schnell verständlich sein, auf unterschiedlichen Geräten zuverlässig funktionieren und Besucher ohne Umwege zu den wichtigsten Informationen führen.

Dafür ist weder zwangsläufig eine große Seitenstruktur noch ein besonders komplexes System erforderlich. Bei einem überschaubaren Angebot kann eine kompakte Unternehmenswebsite vollkommen genügen. Entscheidend ist, dass Aufbau und Inhalt zum Unternehmen passen und der Webauftritt nicht nur gut aussieht, sondern eine konkrete Aufgabe erfüllt.

Häufige Fragen zu modernen Unternehmenswebsites

Was bedeutet responsives Webdesign?

Bei responsivem Webdesign passt sich die Darstellung einer Website automatisch an die verfügbare Bildschirmgröße an. Inhalte sollen dadurch sowohl auf großen Monitoren als auch auf Tablets und Smartphones gut lesbar und bedienbar bleiben.

Reicht für ein kleines Unternehmen ein One-Pager?

Bei einem klar umrissenen Angebot kann ein One-Pager vollkommen ausreichend sein. Werden sehr unterschiedliche Leistungen oder viele eigenständige Themen angeboten, sind zusätzliche Unterseiten meist sinnvoll.

Was ist bei einer neuen Website besonders wichtig?

Zu den wichtigsten Punkten gehören eine verständliche Struktur, mobile Bedienbarkeit, kurze Ladezeiten, klare Kontaktmöglichkeiten und Inhalte, die unmittelbar erklären, welche Leistungen das Unternehmen anbietet.

Kann eine langsame Website Besucher kosten?

Ja. Lange Ladezeiten erschweren die Nutzung und können dazu führen, dass Besucher die Seite verlassen, bevor sie die eigentlichen Inhalte gesehen haben. Geschwindigkeit sollte deshalb bereits bei der technischen Umsetzung berücksichtigt werden.

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